Freitag
SportBBL: Ratiopharm Ulm vs. Eisbären Bremerhaven
Nach dem Sieg in Trier hat die Ulmer Mannschaft das große Ziel Klassenerhalt erreicht. 16 Punkte beträgt inzwischen der Abstand auf einen Abstiegsplatz. Zuletzt gab es vier Siege in Folge und Mike Taylor richtet mit seinen Spielern den Blick weiter nach oben. Das Thema Play Off ist nach der heutigen Niederlage gegen Bremerhaven (75:82) wieder weiter in die Ferne gerutscht.
Das Ziel einen neuen Hauptsponsor zu finden ist bislang auch noch nicht erreicht worden. Ein solcher wird aber benötigt,um die Mannschafft zusammenzuhalten und ggf. auch noch zu verstärken. Nach dem Abgang von Lyle Bailey wird für die nächste Saison noch ein weiter Aufbauspieler benötigt. Bei den meisten Spielern ist die Bereitschaft in Ulm zu bleiben grundsätzlich vorhanden, selbst bei Konrad Wysocki der sich vor Angeboten aus dem In- und Ausland momentan fast nicht retten kann.
Es gibt Tage, da wollen die Bälle einfach nicht durch den Ring fallen. Wenn das ausgerechnet in einem Toppduell um einen Play Off Platz passiert, ist das für alle Beteiligten mehr als frustrierend. Bislang war ratiopharm Ulm das beste Offensivteam der Liga, doch gestern schien der Korb wie vernagelt. Die Devise in den ersten Minuten über die Center zu spielen, ging nicht auf. Die Bälle kullerten immer wieder aus der Reuse. Nur 5 von 13 Versuchen aus der Nahdistanz fanden in den ersten zehn Spielminuten das Ziel. Folgerichtig lag der hochmotivierte Gast aus Bremerhaven mit 23:15 in Front. Die normalen Ulmer Würfe fanden auch im zweiten Viertel nicht das Ziel, doch einem erfolgreichen Buzzerbeater von Dru Joyce aus über zehn Metern versagten die Schiedsrichter die Anerkennung. Die Führung bauten so die Eisbären auch im 2. Viertel weiter aus. Und nur ein Dreier des starken Bryan Lucas direkt vor der Halbzeitpause zum 38:49 verhinderte Schlimmeres.
Trotzdem gab es genügend Diskussionsbedarf. Bei lediglich 3 erfolgreichen von 9 Freiwürfen und 16 von 41 Würfen konnte man mit dem Ergebnis aber noch zufrieden sein. Die Aufholjagd liess auch im dritten Viertel erst einmal auf sich warten. Bis auf 15 Punkte (57:42) bauten die Gäste die Führung aus. Zwei Ulmer Dreier verkürzten auf 48:57, doch obwohl man inzwischen auf den anderen Korb spielte, hatte auch dieser an dem Abend seine Tücken. Drei verworfene Ulmer Freiwürfe in Folge bremsten die Drangphase. Die Mannschaft von Trainer Sakalauskas zog wieder auf 15 Punkte weg. Ein Korb von Romeo Travis und ein Dreier von Dru Joyce verkürzten vor dem letzten Viertel auf 10 Punkte. Die 2800 Zuschauer schöpfen wieder Hoffnung. Punkt für Punkt kam ratiopharm Ulm jetzt ran.
Drei Minuten vor dem Ende stand es nur noch 71:73 und Ulm hatte mehrfach die Gelegenheit, das Spiel zu kippen. Viermal in Folge tanzten die Bälle nach freien Dreipunktewürfen auf dem Ring, um doch wieder rauszufallen. Bremerhaven zeigte nun Nerven und es hätte in der Phase wahrscheinlich nur einer einzigen Initialzündung bedurft, damit die Ulmer am Ende das Feld als Sieger verlassen. Doch die Big Plays machte gestern der Gast. Erst vergab Tolliver zwei Freiwürfe, doch Timermanis sicherte sich den wichtigen Offensivrebound. Bei ablaufender Wurfuhr gelang Nate Funk der wichtigste Korb des Spiels zum 75:71 knapp 2 Minuten vor dem Ende. Ulm versuchte nun mit Distanzwürfen das Spiel doch noch zu drehen. Ein hoffnungsloses Unterfangen bei einem vernagelten Korb. So durften sich die Eisbären am Ende über einen 82:75 Sieg freuen. Obwohl Ulm nach dem 10-Punkte Hinspielerfolg damit den direkten Vergleich gewonnen hatte, war die Stimmung in der Kabine fast noch schlechter als nach dem unglücklichen Pokalaus nach zwei Verlängerungen in Berlin. Das Traumziel Play Offs ist wieder in weiter Ferne. Doch die Mannschaft braucht den Kopf nicht hängen zu lassen. Noch ist alles möglich. Jetzt ist ein Sieg in Jena dringend nötig. Dort sollen anscheinend die Körbe nicht vernagelt sein.
Quelle: Basketball Ulm.com
Danny Eggers









